Entwicklungsbereich: Soziale & kulturelle Bildung


Der Mensch ist von Geburt an ein soziales Wesen. Er bringt primäre soziale Bedürfnisse mit und wird in eine soziale Welt hineingeboren. Ein Baby sendet bereits durch sein Aussehen und seine Verhaltensausstattung soziale Reize aus (z.B. "Engelslächeln", Kindchenschema), die dafür sorgen, dass es von den erwachsenen Bezugspersonen angenommen und umsorgt wird. Damit sich ein Kind gesund entwickeln kann, ist es auf diese positiven sozialen Beziehungen angewiesen.

Die Strukturen und Regeln des Miteinanders müssen jedoch im Laufe der Kindheit erst entwickelt werden. Kinder erleben und üben in ihrem sozialen Umfeld, wie Konflikte überwunden, Kompromisse ausgehandelt und in akzeptabler Weise Interessen durchgesetzt werden können. Das erste übungs- und Lernfeld für die Beziehungsgestaltung bietet die Kleinfamilie (Mutter, Vater, Geschwister).

In der Krippe oder im Kindergarten kommen Kinder in der Regel zum ersten Mal in eine größere Kindergemeinschaft und machen dabei prägende soziale Erfahrungen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden festgestellt, ein Bewusstsein über Recht und Unrecht sowie eigene Wertvorstellungen ausgebildet, Interessen und Wünsche geäußert, Konflikte erkannt und bearbeitet, Einfühlungsvermögen ausgebildet sowie erste Freundschaften geschlossen.

Die Kinder lernen, mit kultureller Vielfalt und mit der Unterschiedlichkeit der Menschen insgesamt (z.B. Sprache, Religion, Geschlechtsidentität, soziale Herkunft, Alter, Aussehen, Begabung) konstruktiv und einfühlsam umzugehen. Im Laufe der Kindheit bildet sich ein Bewusstsein dafür aus, dass jeder Mensch in seiner Individualität zur Vielfalt der Gemeinschaft beiträgt. Jeder Mensch ist zugleich beides: ähnlich und verschieden.

Die soziale und kulturelle Entwicklung geht eng einher mit der sprachlichen und der emotionalen Entwicklung und trägt damit entscheidend zur Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung bei. Dem Ausdruck von Emotionen kommt eine bedeutsame soziale Signalfunktion zu. In der frühen Kindheit erfolgt Kommunikation fast ausschließlich über emotionale Signale.

Die soziale und kulturelle Entwicklung bildet die Grundlage für den Aufbau von Beziehungen (z.B. Paarbeziehung, Freundschaft, Familie) und stellt eine entscheidende Voraussetzung für die gesellschaftliche Integration dar.


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