Entwicklungsbereich: Naturwissenschaft & Technik


Kinder haben einen natürlichen Drang, sich die Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten durch spielerisches Erkunden und Ausprobieren "begreiflich" zu machen. Bereits im frühesten Kindesalter begeistern sie sich für naturwissenschaftliche Phänomene und Technik, auf die sie tagtäglich stoßen.

Sie erforschen, ob Gegenstände tatsächlich immer nach unten fallen (Schwerkraft), sind fasziniert von Dingen, die sich drehen (z.B. Ball, Räder), fortbewegen (z.B. Laufrad, Autos) und dabei etwas transportieren können (z.B. Bagger, Kipper im Sandkasten oder in der Bauecke, Puppenwagen), interessieren sich für Natur und Wetterphänomene (z.B. Jahreszeiten, Gewitter), experimentieren ausgiebig mit Wasser und sind neugierig, wie technische Geräte (z.B. Lichtschalter, Telefon, Computer, Tastatur) funktionieren.

Um die Gegebenheiten der natürlichen und technischen Welt zu begreifen, müssen Kinder diese zunächst über die verschiedenen Sinneskanäle wahrnehmen und Begriffen zuordnen. Indem Dinge miteinander verglichen werden, können sie anhand ihrer Merkmale (z.B. Farbe, Form, Gewicht, Härte, Geruch, räumliche Ausdehnung) klassifiziert und bestimmten Begriffen zugeordnet werden. Somit kommt vor allem der Sprachentwicklung, der sinnlichen Bildung sowie der motorischen Entwicklung eine besondere Bedeutung für die Entwicklung im Bildungs- und Erfahrungsfeld Naturwissenschaften und Technik zu. Mathematische Fähigkeiten, wie der Umgang mit Zahlen und Symbolen, sind hilfreich beim Messen, Klassifizieren und Vergleichen.

Die Entwicklung naturwissenschaftlichen Denkens lässt sich als Zuwachs von bereichsspezifischem Wissen (Domänen) beschreiben. Obwohl Kinder zunächst "Laien" sind, weisen sie in jedem Bereich bestimmte Vorstellungen und Wissensbestandteile auf und haben Erklärungen für bestimmte Phänomene. Diese Erklärungen (sogenannte "Naive Theorien") können teilweise richtig und teilweise falsch sein, folgen jedoch aus der Perspektive des Kindes einer stichhaltigen Logik.

Aufgabe des Pädagogen ist es, das Kind in der Entwicklung solcher Erklärungsansätze zu unterstützen, um naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und für weitere Lernprozesse nutzen zu können. Dabei werden die Ideen der Kinder aufgegriffen und durch das Aufwerfen passender Fragestellungen erweitert. Lösungen oder Erklärungen werden nicht vorgegeben. Der Pädagoge nimmt vielmehr die Rolle des Lernbegleiters ein und unterstützt das Kind beim selbständigen Erforschen der Welt.


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